Presse

Klassik Heute

Die junge, in Deutschland lebende und derzeit in Essen studierende Ukrainerin Violina Petrychenko ist nicht nur eine beseelte, ausdrucksstarke Musikerin, sondern sie hat mit der Musik des in St. Petersburg geborenen später in Kiew wirkenden, allzu früh verstorbenen Viktor Kosenko 14489519_10210791259757137_978373622_o(1896–1938) eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht. Sie stellt auf ihrem Album »Slavic Nobility« genreverwandte Werke Alexander Scriabins und Kosenkos gegenüber, und dies mit gutem Grund, handelt es sich doch um seelenverwandte Geister, die, zumal der späte Scriabin nicht vertreten ist, von den ornamentischen Charakteren Chopins unüberhörbar befruchtet wurden: die beiden Poèmes op. 32 von Scriabin werden von zwei Poèmes Legendes op. 12 (1921) Kosenkos reflektiert, Scriabins drei frühe Mazurken op. 3 von Kosenkos drei Mazurken op. 3 (1916–23), und das ambitionierte Programm gipfelt in Scriabins zweiter Sonate op. 19 und Kosenkos zweiter Sonate op. 14 (1924). Technisch und bezüglich der flexiblen Nuancierung des Anschlags erweist sich Violina Petrychenko als ambitionierte, seriöse und warm empfindende Könnerin, die etwas zu sagen hat und nicht in mechanische Routine verfällt. Christoph Schlüren [31.07.2014]

HRAudio.net

„“Ukrainian Moods”, an innocently convenient title with which this young Ukrainian pianist seems to make a convincing statement. With her unobtrusive, yet clearly nationalistic musical language, Violina Petrychenko delivers a marked plea as to where Ukraine should be heading: National unity with a bridge to Western Europe….As I tried to explain before, Ukraine still is a fractured state, but Violina Petrychenko, with her obvious musical flair does not only greatly contribute to bringing about a sense of Ukrainian unity, but does so as well by appealing, in a wider context, for recognition of Ukrainian national identity. And not just musically, but emotionally as well, as she concludes in het notes: “I hope that the music of Ukrainian composers will find an echo in the hearts of European listeners…” The piano sound is very natural thanks to ARS-Produktion’s recording team. The liner notes are more than worth your time.
I have chosen; others may want to follow.“ (Adrian Quanjer – April 10, 2016)

Pianiste Maestro

rezension

Вільне Життя

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Журнал VIPClub

statja_ganz

PianoNews Magazin 

…Und tatsächlich folgt der Hörer der CD dieser hochbegabten, die »Traumwelten« wunderbar innig ausspinnenden Künstlerin gern auf ihrem Trip in diese »Geheimnisse und Tiefen« … Kosenkos Kompositionen sind vielleicht keine echte Entdeckung, aber auf jeden Fall des Hörens wert, vor allem, wenn sie so engagiert vorgetragen werden wie hier. 

Musicalifeiten

…Het is de grote verdienste van Violina Petrychenko dat ze op pianistisch heel goed verzorgde wijze met veel verbeelding en inlevingsvermogen deze gevarieerde werken voorstelt; het is telkens weer een genoegen om naar haar te luisteren…
( Jan de Kruijff, 21.07.2016)

Scherzo.es.

höxter

Rheinische Post

…Bei den drei „Mazurken op. 3“ von Viktor Kosenko, der als ukrainischer Nationalkomponist gilt, glitten die Finger von Violina Petrychenko federleicht über Moersdie Klaviertasten, und ihr Blick ging immer wieder verträumt zur Kirchendecke. Das Spiel der Ukrainerin war gleichzeitig zart und fließend und doch ungemein kraftvoll und präzise. Auch die „Nocturne posth.“ von Frédéric Chopin mit ihren lyrischen und melancholischen Melodiebögen sowie den perlenden Klavierläufen meisterte sie brillant…. Die Klaviermusik von Alexander Skrjabin ist dabei auch technisch hoch anspruchsvoll, so dass Violina Petrychenko ihre große Virtuosität eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte…(Jan Caspers, 05.04.2016)

Westfälische Nachrichten

münster12…Schon eingangs, bei zwei Polonaisen und vier Mazurken von Chopin, zeigte sich Petrychenko als romantisch-einfühlsame und schwungvoll-dynamische Interpretin, die die entstehungsgeschichtlichen Traditionen von Klassik und Folklore durch kontrastreiches Spiel bestens zu differenzieren und verschmelzen verstand. Hierzulande eher unbekannt dürften die moderneren Kompositionen der beiden Ukrainer Viktor Kosenko (Mazurken) und Igor Schamo (Ukrainische Suite) sein, die so etwas wie die Überraschung des Abends waren. Südländisch-temperamentvoll gestaltete sich das Klavierspiel der jungen Virtuosin beim orientalisch beeinflussten Flamenco (Spanischen Volkslieder) von Enrique Granados, zu dessen Ehren (100. Todesjahr) das Konzert ausdrücklich gegeben wurde. Das nordische Kontrastprogramm bildete Griegs dreiteilige Humoreske „Aus dem Volksleben“, die den heiteren Spielwitz Petrychenkos voll zur Entfaltung kommen ließ. Ein Mini-Walzer Chopins als Zugabe beschloss einen schönen Musikabend und machte Lust auf mehr. (Michael Schardt, 25.02.2016)

Klassik Heute

Hier handelt es sich – zumindest für die meisten Musikfreunde westlich der Ukraine – um literarisches Neuland ganz im Sinne russisch-polnischer Klaviertradition im nahen Umfeld der Miniaturen von Chopin und Skrjabin! Neuigkeiten mithin selbst für solche Hörer, die sich zu Gute halten dürfen, auf dem Terrain der Klaviermusik des 19. und 20. Jahrhunderts ausführlich unterwegs zu sein. Denn mit der jungen, aus dem ukrainischen Saporoschje stammenden Violina Petrychenko legt das Label Ars Produktion Ersteinspielungen von Komponisten vor, die in den programmatischen Überlegungen ihrer weltweiten Kollegen bis zum heutigen Tag keine Rolle spielten. Und dies, wie ich meine, völlig zu Unrecht!…Die Wiedergaben der in Kiew, Weimar und Köln (bei Jacob Leuschner) ausgebildeten Violina Petrychenko haben Duft und Atmosphäre. Jederzeit gelingt es ihr… die Kernaussage, die farblichen Primärwerte der gelegentlich auch volkstümlich motivierten Stücke herauszuarbeiten.  Peter Cossé [21.01.2016]

KulturSPIEGEL

Über die CD »Slavic Nobility«: Aktueller könnte diese Solo-Debüt-CD kaum sein: Neben sechs Klavierwerken des Russen Alexander Skrjabin stellt die Ukrainerin Violina Petrychenko jeweils nie zuvor eingespielte Stücke ihres Landsmanns Viktor Kosenko (1896 bis 1938) vor. Höhepunkt der fesselnden Traditionserkundung sind zwei Klaviersonaten: Kosenkos Opus 14 von 1924 braucht sich gegenüber Skrjabins Geniestreich von 1897 keineswegs zu verstecken. Saltzwedel, Johannes. 9/2014

Fanfare

IMG_1771 (3)…Petrychenko is the real deal, a pianist with true artistic sensibilities and tremendous feeling for the music she plays. Not a note or a phrase escapes the listener’s attention; she keeps you riveted because she herself is deeply involved in music-making. She also has a rich, deep-in-the-keys tone that makes the piano almost sound like a full orchestra. This is a major talent that should be watched…an extraordinarily talented artist whom I certainly put on my radar…Petrychenko will completetly absorb you in ongoing musical progression… – Lynn René Bayley,13. February 2015

MusicWeb International

Petrychenko who has made her home in Germany is perfectly at home with all this music and plays it with both commitment and affection. The disc is very well recorded. Steve Arloff  01.08.2014

As a reviewer I find few prospects more exciting and exhilarating than coming up against a disc of world première recordings. This is even more so when the music is by composers who are virtually unknown to the wider world. I want to echo the hopes expressed by Ukrainian pianist Violina Petrychenko who closes her booklet notes by saying “I hope that the music of Ukrainian composers will find an echo in the hearts of European listeners and rising from oblivion, will be heard in concerts and be found not only in Ukrainian archives, but also published in Europe.”…
The music on this disc is simply stated but beautifully so. It will not fail to please lovers of piano music.As I discovered with her previous disc Slavic Nobility …I would be happy to hear anything played by Violina Petrychenko. Her touch is so perfect when applied to the sensitively conceived and marvellously evocative works on this disc which I thoroughly enjoyed.

Steve Arloff  22.01.2016

Wiener Stadtzeitung

Miriam Damev aus »Drei junge Damen bringen die Tasten zum Tanzen«

Die in Köln lebende Violina Petrychenko erkundet auf »Slavic Nobility« (ARS) die Klangwelten Alexander Skrjabins und Viktor Kosenkos. Beide schreiben Mazurken, Poèmes und Klaviersonaten, beim Russen Skrjabin ist der Einfluss Chopins unüberhörbar, Kosenko wiederum trug Skrjabins Erbe in seine, die ukrainische Kultur. Die wunderbar poetische, sehr innige und ausdrucksstarke Musik liegt Violina Petrychenko. Und Kosenkos Werk ist jedenfalls eine Entdeckung wert.

General Anzeiger Bonn
zum
Klang-Welten-Festival

DSC_0036Die gebürtige Ukrainerin, die seit sechs Jahren in Deutschland lebt, spielte Kompositionen ihres Landsmanns Viktor Kosenko ebenso wie solche des Russen Alexander Skrjabin. Beide Komponisten verbindet ihr Heranwachsen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einer turbulenten Welt, in der sie es dennoch schafften, mit ihrer Musik eine eigene harmonische Welt zu erschaffen, und beide verbindet das gemeinsame musikalische Vorbild: Frederic Chopin. Drei Mazurken des gebürtigen Polen standen am Anfang des Programms der jungen Pianistin, die ihr Solo-Konzert komplett auswendig spielte und dabei so beherzt und zugleich gefühlvoll in die Tasten griff, dass sich einige Zuhörer spontaner Bravo-Rufe nicht erwehren konnten. Die Mazurken hatte sie an den Anfang ihres Konzerts gestellt. Fließend und melodisch, sehr eingängig, dann sehr ernst im Ton, melancholisch und fast feierlich ebenso wie deutlich ländlichen Charakters präsentierten sie sich. Von großer Dynamik und leidenschaftlicher Expressivität geprägt waren auch die weiteren Interpretationen: Poemen und Klaviersonaten von Skrjabin und Kosenko. Mal wurde das Ohr von geradezu meditativen Klängen gefangen genommen, dann glitten Petrychenkos Finger nicht mehr, sondern es sprangen ihre Hände über die Tasten und realisierten rauschende, dramatische, ja manchmal beinah dröhnende Klangbilder. Insgesamt war es eine Reise mit klanglich komplexen Bildern, die eine musikalische Landschaft nicht einfach so vorbeiziehen ließen. Sie spielte Musik, die bewegte und bewegt war, und durchaus auch Präsenz vom Publikum forderte. Das wiederum war angetan und freute sich über eine Zugabe.

Blick Aktuell

Mit Gefühl und Können bereitete die Pianistin Violina Petrychenko ihren Zuhörern einen Gänsehautmoment nach dem anderen. Sie spielte in sich ruhig, ausdrucksstark auf dem tiefschwarzen Flügel. So, dass ihre Zuhörer nicht mehr tun konnten, als an ihren schier fliegenden Fingern zu haften.Mal klassisch, mal mit romantischen Zügen brachte die Pianistin aus Köln die Gefühlslage der damaligen Zeit gekonnt zum Ausdruck. Beim Klavierspiel kann die Technik noch so gut sein, entscheidend ist die Dynamik des Spiels. Nur so werden Gefühle übertragen, nur so werden Stücke zu Musik. Mazurken, Poemen, Sonaten in unterschiedlichen Tempi reihten sich im Laufe des insgesamt zweistündigen Konzerts aneinander.

Coesfeld Zeitung

Was macht sie mit der rechten Hand?
Die stützt sie bescheiden auf dem Klavierhocker ab,während sie mit der anderen Ungeahntes vollbringt: Violina Petrychenko in dem Klavierkonzert D-dur für die linke Hand von Maurice Ravel, einer der Höhepunkte in einem Sonderkonzert jener Veranstaltung, die als Coesfelder Orchestertage seit Jahren etabliert sind…Die Fülle der Klavierfiguren ließ das Handycap vergessen, aber auch erkennen, dass der hochvirtuosen Solistin Violina Petrychenko Bewundernswertes gelang, getragen von impressionistischen Orchesterklängen mit großer Trommel, Kontrafagott und anderem mehr.