Trio Sérénade und Beethoven

Zu Beethovens Zeiten galt die Klarinette als eines der innovatvisten Instrumente, hatte sie  doch erst in der Wiener Klassik einen Weg in die Konzertsäle gefunden und wurde noch immer als Besonderheit wahrgenommen.

Mozart hatte als einer der ersten die Klarinette in die Kammermusik eingeführt. Sein »Kegelstatttrio« entstand spontan während eines Abends im Beisein des berühmten Klarinettisten Anton Stadler. Anstatt zu musizieren kam Ihnen der Gedanke, das Trio zu schreiben. Johann Baptist Wanhal, mit beiden befreundet, war außerdem Teil des Quartetts, in dem er zusammen mit Mozart spielte. Sein Trio, op. 20 Nr. 5 entwarf er speziell auf die Möglichkeit hin, Geige durch Klarinette zu ersetzen – und wirklich verleiht diese dem Stück eine ganz besondere Frische. Das gleiche sah auch Beethoven für sein Trio op. 11 vor, welches deshalb oft in der Besetzung Klarinette–Bratsche–Klavier gespielt wird.

Schumanns Trio »Märchenerzählungen« zählt zu seinen Spätwerken und zeigt die ganze Vielfalt seiner musikalischen Sprache. Zwar hat das Stück kein eindeutiges Programm in Gestalt eines bestimmten Märchens, doch beschwört es im Hörer verschiedene fantastische Bilder: anmutige Feen, stampfende Riesen, flüsternde Liebspaare, ritterliche Streifzüge.

Das Trio Sérénade hat vier Stücke für seine eigene Besetzung bearbeitet und dabei Bratsche durch Geige ersetzt. Zusammen führen sie den Hörer auf eine Reise durch die klassische Epoche.